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A Honeywell Company MMI 816.1
Gasfeuerungsautomat
Für atmosphärische Gasbrenner, 2-stufig,
mit Ionisationsüberwachung
Mögliche Flammenfühler:
- Ionisationssonde
- Infrarot-Flackerdetektor
ANWENDUNGSBEREICH
Der Gasfeuerungsautomat MMI 816.1 steuert und über-
wacht atmosphärische Gasbrenner, mit einem abschalten-
den Zündgasventil.
Der Gasfeuerungsautomat MMI 816.1 ersetzt den Typ
TFI 716. Eine Umverdrahtung oder Auswechslung des Sok- TECHNISCHE DATEN
kels ist nicht notwendig.
Betriebsspannung 220 / 240 V (-15... +10%)
50 Hz (50 - 60 Hz)
Vorsicherung 10 A flink, 6 A träge
AUFBAU UND KONSTRUKTION Eigenverbrauch 10 VA
Max. Belastung pro Ausgang
Die Automatik ist gut geschützt in einem schwer entflamm- - Kl.3 2 A, cos ϕ 0.2
baren, transparenten und steckbaren Kunststoffgehäuse - Kl. 7 2 A, cos ϕ 0.4
eingebaut und beinhaltet: - Kl. 5, 6 1 A, cos ϕ 0.4
- Synchronmotor mit Untersetzungsgetriebe als Schalt- Total Belastung 5 A, cos ϕ 0.4
walzenantrieb Wartezeit ca. 18 sec.
- Schaltwalze mit informativer, farbiger Programmanzeige Vorzündzeit ca. 3 sec.
- 12-fach Nockenschaltwerk zur Steuerung des Programm- Zündzeit total ca. 11 sec.
ablaufs Sicherheitszeit Zündgasventil 10 sec.
- Steckbare Printplatten mit den elektronischen Kompo- Einschaltdauer Zündgasventil ca. 24 sec.
nenten Verzögerung Hauptgasventil ca. 14 sec.
Sicherheitszeit Hauptgasventil 10 sec.
Folgende wichtige Anzeige- und Bedienungselemente sind Wartezeit nach Störung keine
auf der Frontseite des Automaten zusammengefasst: Zugelassene Umgebungs-
- Leuchttaste für Störanzeige und Entriegelung temperatur -20° C... +60° C
- Farbige Programmanzeige Min. erforderlicher
- Schraube zur Zentralbefestigung Ionisationsstrom 5 µA
Sondenisolation >50 MΩ
Im Montagesockel befinden sich die Anschlußklemmen Max. Länge Ionisationsleitung 20 m
für die Speisung (220 / 240 V, 50 Hz), die Ionisationssonde, Schutzart IP 44
den Zündtrafo, das Zünd- und Hauptgasventil. Der Auto- Gewicht inkl. Sockel 340 g
mat ist mit einem Anschluss für eine externe Störanzeige Einbaulage beliebig
versehen. Der Automat kann in jeder beliebigen Lage ein-
gebaut werden.
0708.25-01-d/04/99
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ANWENDUNGSTECHNISCHE MERKMALE INBETRIEBNAHME UND UNTERHALT
1. Flammenüberwachung 1. Wichtige Hinweise
Die Flammenüberwachung erfolgt mittels Ionisationselek- - Vor Inbetriebnahme ist die Verdrahtung genau nachzu-
trode. Dabei ist besonders auf temperaturfestes Material prüfen. Fehlverdrahtungen können das Gerät beschädi-
und gute Isolierung zu achten. gen und die Sicherheit der Anlage gefährden.
Die Flammenüberwachung mit der Ionisationssonde ist nur - Die Vorsicherung ist so zu wählen, dass die unter den
in Netzen mit geerdetem Nulleiter möglich. Technischen Daten angegebenen Grenzwerte keinesfalls
Mit Infrarot-Flackerdetektor Typ IRD 1020 für alle Brenner- überschritten werden. Das Nichtbeachten dieser Vor-
arten schrift kann bei einem Kurzschluss schwerwiegende Fol-
gen für Steuergerät oder Anlage haben.
- Aus sicherheitstechnischen Gründen muss mindestens
2. Brennersteuerung eine Regelabschaltung pro 24 Std. sichergestellt sein.
- Steuergerät nur spannungslos ein- und ausstecken.
- Bei Wärmeanforderung erfolgt zuerst eine programmierte - Feuerungsautomaten sind Sicherheitsgeräte und dürfen
Wartezeit von 18 Sekunden. Danach wird die Zündung nicht geöffnet werden.
eingeschaltet und 3 Sekunden später das Zündgasventil.
- Bei Flammenbildung während der ersten Sicherheitszeit 2. Funktionskontrolle
wird 14 Sekunden nach Öffnung des Zündgasventiles
(Stabilisierung der Zündgasflamme) das Hauptgasventil Eine sicherheitstechnische Überprüfung der Flammen-
geöffnet. Das Zündgasventil bleibt jetzt noch 10 Sekun- überwachung muss sowohl bei der erstmaligen Inbetrieb-
den geöffnet (zweite Sicherheitszeit). Wenn nach Ablauf nahme wie auch nach Revisionen oder längerem Stillstand
dieser zweiten Sicherheitszeit keine Hauptflamme vor- der Anlage vorgenommen werden
handen ist, werden Zünd- und Hauptgasventil sofort ge-
schlossen und der Automat verriegelt. a) Anlaufversuch bei geschlossenem Handventil und über-
brücktem Gaswächterkontakt:
- Bei Flammenausfall während des Betriebes verriegelt der - Gerät muss nach Ablauf der Sicherheitszeit auf Stö-
Automat ebenfalls. Wenn vorzeitig, d.h. während der rung gehen.
Wartezeit, ein Flammensignal gemeldet wird, kann die
Zündung nicht eingeschaltet, und die Gasventile nicht b) In Betriebstellung bei überbrücktem Gaswächterkontakt
geöffnet werden, der Automat verriegelt. das Handventil schliessen:
- Gerät geht nach Flammenausfall auf Störung.
- Der Automat MMI 816.1 ist unterspannungssicher ausge-
legt. Sinkt die Betriebsspannung, wird bei spätestens
160V der Brenner abgeschaltet. Steigt die Betriebsspan- 3. Mögliche Störungsursachen
nung wieder an, erfolgt bei spätestens 180 V selbsttätig
ein neuer Anlauf. Achten Sie bei einer Störung immer auf die Position der far-
bigen Programmanzeige.
- Nach einer Störung kann der Automat sofort entriegelt
werden. - Brenner geht nicht in Betrieb, Walze bleibt stehen:
–> Elektrische Zuleitung fehlerhaft
–> Thermostat oder Gaswächter "Aus"
3. Sicherheit
- Automat schaltet während der Wartezeit (blauer Bereich)
Bezüglich Konstruktion und Programmablauf entsprechen auf Störung:
die Feuerungsautomaten der Typenreihe MMI den zur Zeit –> Flammensignal
geltenden europäischen Normen und Vorschriften.
- Automat schaltet während der Sicherheitszeit (Zündgas-
ventil, erster gelber Bereich) auf Störung:
4. Montage und Elektroinstallation –> keine Zündgasflamme (fehlende Zündung, Ventil öff-
net nicht etc.)
Sockelseitig: –> kein oder zu schwaches Flammensignal (Flamme
- 3 Erdleiterklemmen mit zusätzlicher Lasche für die Bren- haftet nicht, schlechte Isolation des Flammenfühlers,
nererdung Brenner nicht richtig an Erdleiter angeschlossen)
- 3 Nulleiterklemmen mit interner, fester Verbindung zum
Nulleitereingang Klemme 8 - Automat schaltet im roten Bereich auf Störung:
- 2 individuelle Einschiebeplatten und 2 feste Ausbruch- –> Zündgasflamme instabil, Flammenabriss
öffnungen mit Gewinde PG11, sowie 2 Ausbruchöffnungen –> Flammensignal zu schwach
von unten erleichtern die Sockelverdrahtung.
- Automat schaltet während der Sicherheitszeit (Haupt-
Allgemein: gasventil, zweiter gelber Bereich) auf Störung:
- Einbaulage beliebig, Schutzart IP 44 (spritzwassersicher). –> keine Hauptgasflamme (Ventil öffnet nicht, Zündung
Automat und Fühler sollen jedoch nicht übermässigen durch Zündgasflamme nicht möglich, ungeeignete
Vibrationen ausgesetzt werden. Position des Flammenfühlers)
- Bei der Montage sind die einschlägigen Installations- –> Flammensignal zu schwach
vorschriften zu beachten.
- Automat schaltet während der Betriebstellung (grüner
Bereich) auf Störung:
MMI 816.1
–> Hauptgasflamme instabil, Flammenabriss
–> Flammensignal zu schwach
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ANSCHLUSSSCHEMA MMI 816.1
Ph
max. 10 A flink HS ST GW RT
6 A träge
1 2 3 4 5 6 7 8 9
HS Hauptschalter
GW Gaswächter…